Die Vitesco Technologies Gruppe wurde durch die Verschmelzung der Vitesco Technologies Group AG auf die Schaeffler AG ab dem 1. Oktober 2024 Teil der Schaeffler Gruppe.
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Regensburg, 14. November 2022. Vitesco Technologies, ein international führender Entwickler und Hersteller moderner Antriebstechnologien für nachhaltige Mobilität, hat heute sein Ergebnis für das dritte Quartal 2022 veröffentlicht.
Der Konzernumsatz im dritten Quartal lag bei 2,30 Milliarden Euro (Q3 2021: 1,91 Milliarden Euro). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen erhöhte sich der Umsatz um 13,6 Prozent. Der Elektrifizierungsumsatz belief sich im dritten Quartal auf 230 Millionen Euro.
Das bereinigte operative Ergebnis stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 47,9 Millionen Euro (Q3 2021: 24,5 Millionen Euro), was einer bereinigten EBIT-Marge von 2,1 Prozent entspricht (Q3 2021: 1,3 Prozent). Das Konzernergebnis konnte auf -13,8 Millionen Euro (Q3 2021: -91,5 Millionen Euro) beziehungsweise auf ein Ergebnis pro Aktie in Höhe von -0,34 Euro (Q3 2021: -2,29 Euro) gesteigert werden.
Insbesondere aufgrund des weiteren Aufbaus von Lagerbeständen ist der Free Cashflow mit -16,3 Millionen Euro leicht negativ. Im Vergleich zum Vorjahresquartal (Q3 2021: -213,2 Millionen Euro) konnte eine deutliche Verbesserung erzielt werden. Das Vorjahr war jedoch auch maßgeblich von Abspaltungseffekten beeinflusst. Vitesco Technologies verfügt zum 30. September 2022 über eine solide Bilanz mit einer Eigenkapitalquote von 40,7 Prozent (30. September 2021: 37,1 Prozent).
Neuer Auftrag für Batteriemanagementsystem im Wert von 600 Millionen Euro gebucht
In einem weiter herausfordernden Marktumfeld kann Vitesco Technologies auf ein solides drittes Quartal mit starkem Auftragseingang zurückblicken. Das neugebuchte Auftragsvolumen lag im dritten Quartal bei 4,3 Milliarden Euro, davon entfielen etwa 3,2 Milliarden Euro auf Elektrifizierungsprodukte in allen Geschäftsbereichen.
Zu diesem Auftragsvolumen aus dem vergangenen Quartal gehört auch eine Bestellung für das Batteriemanagementsystem (BMS) von einem global agierenden deutschen Automobilhersteller in Höhe von rund 600 Millionen Euro. „Das bedeutet, dass wir im Jahr 2022 bisher Aufträge für unser Batteriemanagement im Gesamtwert von drei Milliarden Euro verbuchen konnten“, so Wolf.
Die Geschäftseinheiten im Überblick
Die Geschäftseinheit Electrification Technology erzielte im dritten Quartal 2022 einen Umsatz in Höhe von 147,2 Millionen Euro (Q3 2021: 128,9 Millionen Euro). Der organische Umsatz wuchs um 16,0 Prozent. Das bereinigte operative Ergebnis verringerte sich auf ‑71,0 Millionen Euro (Q3 2021: -69,2 Millionen Euro). Im vergangenen Quartal lag die bereinigte EBIT-Marge bei
-48,2 Prozent (Q3 2021: -53,7 Prozent). Nach wie vor ist der Geschäftsbereich durch Anlaufkosten und die darin enthaltenen Entwicklungsleistungen belastet. Zudem musste das Produktionsvolumen in China aufgrund von Kapazitätserweiterungen kurzfristig gedrosselt werden. Die Geschäftseinheit erzielt weiterhin hohe Auftragseingänge: im dritten Quartal waren es 1,9 Milliarden Euro.
In der Geschäftseinheit Electronic Controls lag der Umsatz im dritten Quartal 2022 bei 1,03 Milliarden Euro (Q3 2021: 806,8 Millionen Euro). Das organische Wachstum lag bei 21,2 Prozent. Das bereinigte operative Ergebnis belief sich auf 44,5 Millionen Euro (Q3 2021: 30,1 Millionen Euro), was einer bereinigten EBIT-Marge von 4,3 Prozent (Q3 2021: 3,8 Prozent) entspricht. Durch eine verbesserte Verfügbarkeit von Halbleitern und die sukzessive Mehrkostenweitergabe an Kunden konnte der Umsatz gesteigert werden. Dennoch stellen vor allem fehlende kundenspezifische Elektronikteile weiterhin eine große Herausforderung für die Geschäftseinheit dar.
Bei der Geschäftseinheit Sensing & Actuation beliefen sich die Umsätze im dritten Quartal 2022 auf 879,9 Millionen Euro (Q3 2021: 746,7 Millionen Euro). Das organische Wachstum lag bei 11,0 Prozent. Auch in diesem Geschäftsbereich wirkte sich die bessere Verfügbarkeit von Halbleitern positiv auf das Geschäft aus. Außerdem war ein starker Umsatzzuwachs in Nordamerika und Deutschland spürbar. Das bereinigte operative Ergebnis belief sich auf 78,0 Millionen Euro (Q3 2021: 53,5 Millionen Euro), entsprechend einer bereinigten EBIT-Marge von 8,9 Prozent (Q3 2021: 7,2 Prozent).
Angepasster Ausblick für das Gesamtjahr 2022
Im laufenden Geschäftsjahr 2022 erwartet Vitesco Technologies eine Steigerung der weltweiten Fahrzeugproduktion um 5 bis 7 Prozent (bisher: 3 bis 5 Prozent) zum Vorjahr. Für den europäischen Markt wird mit einem Rückgang von -1 bis -3 Prozent (bisher: 3 bis 5 Prozent) gerechnet, während für Nordamerika weiterhin zweistellige Wachstumsraten (10 bis 12 Prozent; bisher: 11 bis 13 Prozent) in Aussicht gestellt werden. Besonders stark haben sich laut Unternehmensschätzungen die Produktionszahlen in China verändert (5 bis 7 Prozent), bisher wurde unternehmensseitig von einer Stagnation (-2 bis 0 Prozent) ausgegangen.
Aufgrund der zu erwartenden weltweiten höheren PKW‑Produktionszahlen, sowie Effekten aus Währungsumrechnung und Preisanpassungen hebt Vitesco Technologies seine Umsatzerwartung für 2022 auf 9,0 bis 9,2 Milliarden Euro an. Bisher ging das Unternehmen von einem Jahresumsatz von 8,6 bis 9,1 Milliarden Euro aus.
Da jedoch nicht alle Mehrkosten weitergegeben werden können, rechnet Vitesco Technologies, auch in Anbetracht des bisherigen Jahresverlaufs, mit einer bereinigten operativen EBIT-Marge von 2,3 bis 2,5 Prozent (bisher: 2,2 bis 2,7 Prozent) für das Gesamtjahr 2022. Angesichts der globalen Unsicherheiten senkt Vitesco Technologies seine Investitionsquote1 für das Jahr 2022 auf rund 5 Prozent (bisher: rund 6 Prozent). Insgesamt wird für das Geschäftsjahr 2022 ein Free Cashflow in Höhe von mehr als 75 Millionen Euro (bisher: mehr als 50 Millionen Euro) erwartet.
Anmerkungen:
1 Investitionsausgaben ohne Nutzungsrechte (IFRS 16).
© Vitesco Technologies GmbH (exklusive Rechte)